Der Orts- und Kreis-

Immer wieder erreichen uns Meldungen oder Anfragen, es hätte sich ein Bienenvolk im Haus niedergelassen und wir werden um Hilfe gebeten. Dazu ein paar Erläuterungen.

Bienenvölker wollen sich vermehren. Dazu teilen sie sich und schwärmen dann aus. Das geschieht in der Regel im Frühjahr oder Frühsommer. Dann sind plötzlich ein paar (zehn-) tausend Bienen als großer und lauter dunkler Schwarm unterwegs und bieten so ein beeindruckendes Spektakel. Sie lassen sich dann in der Regel in einem Baum nieder, bleiben dort ein paar Stunden und ziehen dann weiter. Imker versuchen, dieses schwärmen zu verhindern, aber es passiert eben doch gelegentlich.

Wenn Sie so einen Schwarm in Ihrem Garten antreffen, brauchen Sie keine Angst zu haben. Die Bienen sind in der Regel sehr friedlich. Falls der Schwarm leicht zu erreichen ist, freuen sich Imker über einen Hinweis und können ihn vielleicht einfangen.

 

  • Wenn Sie aber plötzlich mehr und mehr nervige Insekten in oder an Ihrem Haus haben
  • vielleicht unter einem Dachüberstand, im Dachboden, in der Garage
  • und das ganze eher im späteren Sommer oder im Herbst

… dann sind das sehr wahrscheinlich keine Bienen, sondern Wespen!

 

Die Unterscheidung ist eigentlich einfach:

 

 

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Bienen sind eher graubraun, haben manchmal auch ein paar orangene Streifen und sind pelzig, fast flauschig.

Sie fliegen Blüten an und kümmern sich nicht und den Pflaumenkuchen oder das Schinkenbrot auf dem Tisch.

Solange man sie nicht sehr bedrängt, greifen sie auch nicht an…

 

 

 

 

 

 

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Und das ist nun eine Wespe…

Knallige gelb-schwarze Warnfarbe

Wespentaille

Hektisch-aggressiver Flugstil

sie räubert gerne…

 

 

 

 

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… und ein unfreundliches Gesicht hat sie auch

 

 

 

 

 

 

 

 

… und so sieht z.B das Nest eines Wespenvolkes aus. Besser nicht anfassen oder anklopfen …

 

 

 

 

 

 

Aber: Wespen erfüllen in der Natur eine wichtige Aufgabe! Sind sind so etwas wie die „Müllabfuhr“ und die „Seuchenpolizei“ im Insektenreich. Sie helfen, andere Insekten zu dezimieren und beseitigen die Kranken und die Toten. Daher stehen sie unter ziemlich strengem Naturschutz. Sie dürfen nicht einfach umgebracht, ihre Nester nicht einfach zerstört werden. Außerdem sollten Sie bedenken, dass das Wespenvolk sowieso im Herbst eines jeden Jahres untergeht. Nur wenn sie sehr zudringlich werden oder von ihnen eine wirkliche Gefahr ausgeht, sollte man eine Umsiedlung des Wespennestes durchführen. Hierzu sind die entsprechenden Bestimmungen zu beachten.

Die Mitglieder des Kieler Imkervereins können bei Problemen mit Wespen nicht helfen! Bitte wenden Sie sich gegebenenfalls an einen zugelassenen Schädlingsbekämpfer (zu finden im Telefonbuch oder in den „Gelbe Seiten“)

 

 

weitere Infos:

Wikipedia

Naturschutzbund

oder für Kiel und Umgebung bei der hier aktiven Gruppe des NABU – dort findet sich auch eine Kontaktadresse, die bei Problemen oder Umsiedlungswünschen ggf. beraten kann.